Stimme von Armutsbetroffenen

zur Unterstützungs- und Begleitungsarbeit der IG Sozialhilfe

Wir haben eine kleine Umfrage bei den von uns begleiteten Menschen durchgeführt und gefragt, was die IG Sozialhilfe für sie persönlich bedeute. Hier eine Auswahl von Antworten.

„Schwierig zu sagen: Hoffnung, Sicherheit. Wo ich Rat und Hilfe holen kann und Vertrauen habe, um Probleme zu lösen. Ich fühle mich jetzt besser. Früher (vor der IG Zeit) war ich total verloren, total am Ende. Ich hatte niemanden – es war wie durch die Hölle gehen – ich war nichts wert, unterdrückt und war wie eine Maschine – ein Computer ohne Programm.“

Ohne IG wäre ich in ein paar Tagen wieder im Gefängnis gelandet. Ich wurde gerettet. Ich kann zwar Tresore knacken und saufen, aber alles andere ist mir durch die Gutmütigkeit beigebracht worden, so dass ich nie mehr (seit 13 Jahren) im Gefängnis war.“ (Zwischen dem 17.- 40. Lebensjahr fast 20 Jahre lang in psychiatrischen- oder Strafanstalten)

„Fast nicht in Worte zu fassen. Die letzte Hoffnung.“

„Wenn du Probleme hast mit Ämtern, hilft die IG. Dank der IG weiss man, was zu tun ist. Dies wissen die Ämter oft selber nicht.“

 „Die erste Hand, die mir auf eine spezielle Art gedrückt worden ist und Hilfe gegeben hat. Im Gegensatz zu den Ämtern kann ich menschliche Gespräche führen, ohne dass ständig auf die Uhr geschaut wird.“

„Ich habe sogar soviel Vertrauen, dass ich die gesamte Verantwortung, für meine Administration zu erledigen, übertragen habe. Darum habe ich meine Wohnung noch – es ist meine erste Wohnung, vorher hatte ich nur Zimmer oder war obdachlos. Meine Zähne konnte ich auch machen lassen. Wichtig war die spontane Übernahme meiner Meerschweinchen beim Spitaleintritt. Vieles wird übernommen und erledigt, was Familienangehörige tun würden, wenn ich eine Familie hätte. Niemand sonst würde sich darum kümmern. Meine Bezugsperson ist immer da, wenn ich sie brauche. Es ist gut, dass es die IG gibt.“

 „Ohne IG weiss ich nicht, ob ich noch leben würde. Ich konnte zu einer neuen Existenz finden. Ohne IG hätte ich ein erbärmliches Dasein gefristet. Ich fand zurück zu einem guten Ich. Es ist die praktische und gerechteste lebensrettende Hilfe, die ich je erfahren habe. Durch die Nähe der Beziehung kann Selbstvertrauen aufgebaut werden und man wird lebenstüchtiger. Menschen werden als Menschen behandelt.“

 Ihr seid die einzige Organisation, die sich wirklich um Familien kümmert und unbürokratisch Hilfe leistet. Ihr könnt zuhören.“

„Die IG hat mir mit den Papieren so viel geholfen und mir eine Wohnung gegeben, so dass ich ruhig schlafen konnte: Es ist immer alles gut gelaufen und es gab keine Betreibungen.“

„Die IG bedeutet rundum ganzheitliche individuelle und sehr persönliche Betreuung; das soziale Umfeld inkl. Hund wird mit einbezogen. Die IG hat mir den Weg geebnet für den Auf- und Ausstieg (Drogen) und Sicherheit verschafft in allen wichtigen Bereichen (Geld, Wohnung). Dadurch wurde mir die soziale Integration ermöglicht.“

„IG bedeutet für mich Lebensberatung und Rechtshilfe. Der persönliche Kontakt ist tiefer und besser als bei Sozialämtern und das Vertrauen ist da. Wichtig ist, dass anders gearbeitet wird: Bei der IG bin ich sicher, dass ich zu meinen Rechten komme. Gleichzeitig kann ich mich auch engagieren, mitwirken; so bin ich nicht ausgeliefert.“

„IG bedeutet Unterstützung, Hilfe.“

„Nützlich, effizient, nötig, speditiv – könnte mehr Unterstützung brauchen und hätte sie verdient. Mehr Publizität wäre auch nicht schlecht. Klein, aber fein und persönlich, kein anonymer Apparat“.

„Die IG bedeutet für mich persönlich im richtigen Moment die Stelle, die mir die Hilfe angeboten hat, die ich bei staatlichen Stellen nicht bekommen hätte. Ich stand am Abgrund und wusste nicht, wie aus eigener Kraft aus dem Loch zu kommen. Das Engagement der IG z. B. die Wohnung, die mir angeboten wurde, haben mir ermöglicht, dass ich heute ohne Drogen leben kann.“

„Psychische Erleichterung und die rechte Hand, damit man durch das Leben kommt. Ich werde auf allen Ebenen verstanden.“